"Das Arbeitslosenzentrum soll sowohl ein Ort der Begegnung als auch eine Anlaufstelle sein, um Informationen, Hilfe und Unterstützung zu bekommen", so Gerd Engler, Fachbereichsleiter der Caritas. Dr. Jens Stuhldreier, Leiter der Regionalagentur NiederRhein, freut sich darüber, dass sich der Caritasverband Kleve als Träger beteiligt: "Die Langzeitarbeitslosigkeit hat sich verfestigt", weiß Stuhldreier. "Wir müssen versuchen, die Menschen in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren." Die Anzahl der Migranten und Flüchtlinge hat in den letzten Jahren vermehrt zugenommen, sodass auch hier großer Bedarf besteht.
Caritas-Fachbereichsleiter Gerd Engler, Norbert Gerding (Gemeindecaritas) und Dr. Jens Stuhldreier, Leiter der Regionalagentur NiederRhein, freuen sich über das Arbeitslosenzentrum im Kontaktcafé des Caritasverbandes Kleve (v.l.n.r.).V. Rohde
Das Besondere am Arbeitslosenzentrum ist vor allem die direkte Anbindung an das Beratungszentrum. "Kommt ein Problem auf den Tisch, kann die Beratung direkt vor Ort erfolgen", so Gerd Engler. Wichtig ist für die Menschen, dass sie nicht alleine sind und merken, dass sie etwas wert sind. "Es gibt signifikante Unterschiede zwischen dem Arbeitslosengeld eins und zwei. Je länger jemand arbeitslos ist, desto schwieriger ist die Integration", bemerkt Engler. Die Menschen müssen aus ihrer Vereinsamung zurückgeholt werden. Durch gezielte Ansprache wird ihnen geholfen, ihre Probleme zu lösen. Eine enge Kooperation mit dem Erwerbslosenzentrum der AWO ermöglicht einmal wöchentlich eine Sprechstunde inklusive Bewerbungstraining, um Arbeitslose bei der Suche nach einer neuen Tätigkeit zu unterstützen.
Im Schnitt suchen täglich 40-45 Besucher das Kontaktcafé auf, das sind rund 8.000 im Jahr.Dank der Nähe zum Beratungszentrum der Caritas und die optimale Anbindung an die Kreisstadt, zeigt sich der Standort Kleve als eine sehr gute Wahl.