Mehr als elf Jahre hat Rainer Borsch die Arbeit des Caritasverbandes Kleve als Vorstand geprägt. Beim gemeinsamen Jahresempfang der Caritasverbände Kleve und Geldern-Kevelaer wurde er Mitte September vor rund 300 Gästen offiziell verabschiedet. Der "einblick" blickt auf seine Zeit an der Verbandsspitze zurück, zeigt wichtige Stationen seiner beruflichen Laufbahn und lässt Weggefährt:innen, politische Vertreter:innen und Mitarbeitende zu Wort kommen. In einem ausführlichen Interview spricht Rainer Borsch zudem über prägende Entscheidungen, schwierige Zeiten und seine Wünsche für die Zukunft der Caritas. Auch seine Nachfolge, Martina Hoferichter und Holger Hagemann, kommen zu Wort.
Julia Lörcks
Doch der "einblick" schaut nicht nur zurück. Das 48 Seiten starke Magazin der Caritas Kleve erzählt von Menschen, die den Alltag prägen und zeigen, wie vielfältig soziale Arbeit ist. Da ist zum Beispiel Dean. Der 17-Jährige lebt in einer Wohngruppe der Münze und hat ein ungewöhnliches Hobby: Er hält Bienen. Was mit 13 Jahren begann, ist längst zu einer echten Leidenschaft geworden. Inzwischen betreut Dean zwei Bienenvölker und verkauft seinen eigenen Honig.
Wie die Caritas Menschen in schwierigen Lebenssituationen unterstützt, zeigen weitere Beiträge aus den drei Fachbereichen. Im Kontaktcafé in Kleve sorgen eine neue Küche, ein barriereärmerer Zugang und renovierte Räume für bessere Bedingungen. Allein im vergangenen Jahr suchten dort mehr als 7500 Menschen Rat, Hilfe oder einfach einen Ort der Begegnung. Im Projekt "come together" geht es dagegen um gesellschaftliche Teilhabe: Menschen in schwierigen Lebenslagen kamen unter anderem mit Vertreter:innen der Kommunalpolitik ins Gespräch und brachten ihre Anliegen ein.
Auch die Pflege zu Hause steht im Mittelpunkt. Ein Kursus der Mobilen Pflege Kalkar zeigt, wie wichtig es ist, pflegende Angehörige zu stärken und ihnen neben praktischen Informationen auch Raum für Austausch zu geben. Eine weitere Geschichte führt hinter die Kulissen der Mobilen Pflege in Kleve und zeigt, wie viel Organisation notwendig ist, damit die Versorgung der Menschen zu Hause funktioniert.
Im Fachbereich "Kinder, Jugend und Familie" geht es um Schutz und schnelle Hilfe. Das Präventionstheaterstück "Die Sache mit dem Bauchgefühl" macht Grundschulkinder auf spielerische Weise auf Grenzüberschreitungen aufmerksam und ermutigt sie, unangenehme Situationen ernst zu nehmen und sich Hilfe zu holen. Ein weiteres Thema ist die Familienbegleitung: Seit April unterstützt die Caritas gemeinsam mit dem Jugendamt der Stadt Kleve Familien, wenn eine akute Krise den Alltag aus dem Gleichgewicht bringt und Eltern vorübergehend ausfallen.
Dass Caritas auch von den Menschen lebt, die sich mit eigenen Ideen einbringen, zeigen die Porträts im Magazin. Hausmeister Stefan Kohl hat beispielsweise einen eigenen Caritas-Song geschrieben. "Wir stehen niemals still" feierte beim Betriebsfest Premiere. Außerdem stellt der "einblick" neue Mitarbeitende vor und gibt einen Überblick über Veranstaltungen und Aktionen der vergangenen Monate.
"Wir möchten zeigen, was hinter unserer täglichen Arbeit steckt. Dabei geht es nicht nur um Angebote und Einrichtungen, sondern vor allem um die Menschen, ihre Geschichten und das, was gemeinsam möglich wird", sagt Julia Lörcks von der Stabsstelle Kommunikation und Medien, die das Magazin verantwortet.
Der "einblick" erscheint zweimal jährlich und liegt in einer Auflage von 1750 Exemplaren vor. Das Magazin richtet sich an Kooperationspartner:innen, Vertreter:innen aus Politik und Wirtschaft sowie alle, die sich für die soziale Arbeit im Kreis Kleve interessieren. Es liegt in den Beratungsstellen und Einrichtungen der Caritas Kleve aus und steht auch auf der Homepage des Verbandes zur Verfügung.