Die geplante drastische Kürzung der behördenunabhängigen Asylverfahrensberatung würde Folgekosten in Millionenhöhe verursachen, wie eine gemeinsame Analyse im Auftrag von Arbeiterwohlfahrt (AWO), Deutschem Caritasverband (DCV), Deutschem Roten Kreuz (DRK), Diakonie Deutschland, Paritätischem Gesamtverband und Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST) zeigt. Jeder investierte Euro rechnet sich demnach um das Vierfache etwa durch Minderausgaben im Verwaltungsbereich und positive Arbeitsmarkteffekte. Allein im vergangenen Jahr betrug der Nettomehrwert des Programms 71,8 Mio. Euro.
Dazu Oliver Müller, Vorstand Internationales, Migration und Katastrophenhilfe des Deutschen Caritasverbandes: "Die Asylverfahrensberatung ist ein kluges Instrument im Werkzeugkasten einer ausgewogenen Migrationspolitik. Die menschenrechtlichen und rechtsstaatlichen Vorzüge liegen auf der Hand - nun können wir auch den volkswirtschaftlichen Mehrwert aufzeigen. Die Zahlen der nun vorliegenden externen Analyse sind eindeutig: Jeder Euro, der in die unabhängige Beratung investiert wird, zahlt sich vierfach aus. Wer diese Beratung einspart, riskiert längere Verfahren, höhere Folgekosten und einen späteren Arbeitsmarkteinstieg von Schutzberechtigten. Die Potenziale des Programms mit Blick auf Rechtsstaatlichkeit, gesellschaftlichen Zusammenhalt und Finanzen dürfen nicht für scheinbare Einsparungen geopfert werden. Wir appellieren daher an die Bundestagsabgeordneten, die drastische Kürzung des Programms rückgängig zu machen."
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