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Ortswechsel

Umzüge und ihre "Nebenwirkungen"

Porträt einer Bewohnerin und einer Sozialpädagogin des "Betreuten Wohnens"
Im Rahmen des "Betreuten Wohnens" lernt Julia Nutsch
(links), in einem eigenen Appartement zu leben.
Dabei steht ihr, wenn nötig, als Betreuerin die Sozial-
pädagogin Jennifer Williams zur Seite.
Foto: Claudia Kressin

Der Caritasverband Kleve und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind seit Mitte des Jahres heftig in Bewegung geraten. Und zwar ganz praktisch.

Zahlreiche Beratungsdienste haben ihre Siebensachen eingepackt - oder sie bereiten sich aufs Packen vor - und sind in teils neu erbaute, teils umgebaute Domizile umgezogen: Die Schuldnerberatungsstelle und die Kurberatung in Kleve von der Hoffmannallee an die Arntzstraße. Die Kindertagesstätte "Sterntaler" in Goch vom Hunsberg an die Mühlenstraße. Die Sozialberatung hat in Kleve neue Büros an der Küppersstraße und in der Südstadt aufgemacht. Erziehungs-, Sozial- und Suchtberater sowie die mobile Pflege sind im Gocher Caritaszentrum an der Mühlenstraße eingezogen. Und dann haben mehrere junge Erwachsene mit geistiger Behinderung neue Appartements bezogen, wo sie mit fachlicher Betreuung nun eigenständig leben. Das Team der Beratungsstelle für Suchtfragen steht schon in den Startlöchern, weil es mitsamt Kontaktcafé zum Jahresende ins Haupthaus an der Hoffmannallee in Kleve umziehen wird.

All diese Ortswechsel haben eines gemeinsam: Wir versprechen uns von ihnen eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für unsere Arbeit und damit eine Verbesserung für unsere Beratungs- und Dienstleistungen für die Menschen, die bei uns Hilfe und Unterstützung suchen.

Ortswechsel haben aber auch interessante "Nebenwirkungen": Sie gehen einher mit einem Überdenken der eigenen Position, sie regen an, Altes über Bord zu werfen, Mut zu Neuem zu fassen - und sie sorgen dafür, dass der gewohnte Bezugsrahmen durchgeschüttelt wird. Das bringt Verunsicherung mit sich - und die Chance, sich zu aktualisieren.

Wir erleben diese Aktualisierung als äußerst belebend, und wir fühlen uns in einer Zeit großer allgemeiner Verunsicherung - ausgelöst durch eine weltweite wirtschaftliche Krise - mehr denn je gestärkt in unserer Aufgabe, uns für das Wohlergehen von Menschen einzusetzen, ganz gleich, wo sie stehen oder wo sie gerade unterwegs sind.

Ihr Joachim Schmidt
Geschäftsführer
Caritasverband Kleve e.V.

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